| Kaffee |
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Neue Infos unten! Auf den Hügeln um Ruli herrschen ideale Bedingungen für den sehr aufwändigen Anbau von Kaffee. Vor einigen Jahren lohnte es sich nicht, die Früchte zu pflücken, der Preis war zu niedrig. Der hochwertige Kaffee aus Ruanda wurde nachgefragt, vor allem aus den USA, Großbritannien und Japan. Der zu erzielende Preis stieg, für die Menschen in Ruli und Umgebung lohnte sich die Kaffeeernte wieder.
Eine Genossenschaft von etwa zweitausend Kaffeebauern ist daran beteiligt.
2008 gab es einige Probleme. Die Nachfrage war nicht mehr so groß, der Weltmarktpreis sank unter den Preis, den Abraham, Manager der Kaffeewaschanlage, den Kaffeebauern zugesichert hatte. Übrigens: Den Preis für den Kaffee bestimmen die Käufer. Abraham kann nur zustimmen oder ablehnen.
Einige neu eingerichtete Anlagen in Ruanda mussten schließen.
Im Mai 2009 besuchte ein hoher Manager von Starbucks die Kaffeewaschanlage in Ruli. Er flog mit einem Hubschrauber ein. Sensationell, es war -nach den Erzählungen- an einem Sonntag, die Menschen verließen die Kirche, um den landenden Hubschrauber zu sehen.
Resultat des Besuchs: Starbucks wollte die gesamte Ernte 2009 kaufen, zu einem höheren Preis als die anderen Kunden.
Abraham lehnte das ab, denn er konnte ja die "alten" Kunden nicht verprellen, Starbucks kaufte einen Teil. Vernünftig!
Wichtig: Die gesamte Ernte 2009 ist verkauft.
Und den Mitgliedern der Kooperative kann auch das fehlende Geld aus 2008 gezahlt werden.
August 2010: Keine guten Nachrichten
Kaffe ist weiterhin eine wichtige Einnahmequelle für die Menschen in Ruli und Umgebung.
Aber es gab Probleme in der Kaffeewaschanlage. Abraham, der Manager, den wir seit vielen Jahren kennen, hat sich anscheinend nach Uganda abgesetzt. Sein Stellvertreter wurde verhaftet.
Ihnen wird vorgeworfen, Gelder veruntreut zu haben.
Da stellen sich Fragen.
Hat Abraham wirklich betrogen?
Oder gab es wieder mal die schon oben beschriebenen finanziellen Probleme aufgrund des Kaffeepreises oder nicht verkaufter Mengen?
Und dann droht in Ruanda leider sehr schnell das Gefängnis, wenn nur ein paar Leute Vorwürfe erheben. Vielleicht wollte Abraham dem entgehen.
Vielleicht werden wir irgendwann Antworten bekommen. ![]() ![]() ![]() |
| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 05. September 2010 um 20:27 Uhr |



Etwa 3 Kilometer von Ruli, nahe Giteka, wurde eine Kaffeewaschanlage gebaut – finanziert vom Verteidigungsministerium.
Die werden danach in der Sonne getrocknet. Der überwiegende Teil des Kaffees wird dann ungeröstet exportiert.

